Wohn – Riester

Der deutsche Staat fördert selbstgenutztes Wohneigentum, das der Altersvorsorge dient, durch ein spezielles Programm, welches sich Wohn-Riester nennt, aber auch unter dem Namen Eigenheimrente bekannt ist.
Das Ganze funktioniert wie folgt: Zunächst muss zur Inanspruchnahme des Wohn-Riester-Programms bereits ein nach Riester geförderter Vertrag bestehen. Aus diesem Vertrag wird nun Guthaben entnommen, das als Eigenkapital in die Finanzierung der Immobilie eingebracht wird. Somit lassen sich bessere Konditionen bei der Finanzierung erzielen.

Anschließend wird ein (fiktives) Wohnförderkonto eröffnet, das zur Registrierung der staatlich geförderten Tilgungsleistungen dient. Die Tilgung dient also offiziell als Altersvorsorgeaufwendung. Allerdings wird die volle Förderung nach Wohn-Riester nur dann bewilligt, wenn aus dem Vorjahr mindestens vier Prozent des Bruttoeinkommens für die Tilgung des Darlehens verwendet wurden.

In besondere Variante des Wohn-Riesters ist das Riester-Bausparen. Dazu wird zunächst ein bestimmter Betrag angespart und entsprechend verzinst. Ist der Vertrag schließlich zuteilungsreif, zahlt die Bausparkasse ein Darlehen aus. Besonderheit: Die Zuschüsse werden in der Anspar- und während der Tilgungsphase gewährt.

KfW-Programme

Das Kürzel KfW steht für “Kreditanstalt für Wiederaufbau” und bezeichnet eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Sie wurde bereits im Jahr 1948 gegründet und war dem Namen nach ursprünglich für den Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft nach Ende des Zweiten Weltkriegs zuständig.

Ähnlich wie die Wohnungsbauförderung der einzelnen Bundesländer bietet auch die KfW verschiedene Förderprogramme an, für deren Inanspruchnahme unterschiedliche Voraussetzungen zu erfüllen sind. Die Fördermittel werden in Form von einmaligen Zuschüssen oder als zinsgünstige Kredite vergeben.

Um eine Förderung durch die KfW in Anspruch zu nehmen, sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen. So dürfen die ausgezahlten Kredite beispielsweise nicht für Umschuldungen oder andere Zwecke als die ursprüngliche Finanzierung genutzt werden. Zudem muss ein Sachverständiger den Prozess von der Beantragung bis zur Fertigstellung des Bauvorhabens begleiten.

Eine Förderung durch die KfW kann durch öffentliche Fördermittel ergänzt werden, allerdings darf die Gesamtsumme dabei nicht höher als die förderfähigen Kosten ausfallen.